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Should I stay or Should I go?

„Nur ein Genie beherrscht das Chaos“, sagt man. Im Moment, beherrscht das Chaos mich.

Ich sitze auf dem Boden meines Schlafzimmer’s, zwischen Moschino Gürtel und einer H&M Bluse aus dem Jahr 1999 und frage mich: „Warum tue ich mir das eigentlich an?

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Als ungeduldiger Widder, der ich nun einmal bin, habe ich es innerhalb von zwei Wochen geschafft, mein Studienfach/den Ort / die Wohnung, zur gleichen Zeit zu wechseln. Inklusive DIY Lackierung des hässlichen Bettgestell’s im neuen WG Zimmer,  Einrichtungszeitungen wälzen, Hundesitter in der neuen Stadt suchen, Uni Ersti Tag und Stundenplan Zusammenstellung… hab ich schon erwähnt, dass ich dazwischen auch noch 3 Tage im Bett liegen musste & pausieren, feiern war und bei #ootd shoot’s, für den Blog?

„Die spinnt ja die Alte“, werdet Ihr euch jetzt denken. Sehe ich momentan genauso. Denn während die Hälfte meines Leben’s in der neuen Stadt ist, hängt der „Zuhause“ Teil, noch hier. Zusammen mit mir und meinen 50.000 Socken, wo jeweils das zweite Paar fehlt. Warum also, fällt es mir jetzt so schwer, meinen Koffer zu packen, los zu ziehen und den Neuanfang zu beginnen? Kann ich Euch sagen ! Weil er nur zu 50% statt findet. Ein „sauberer Schnitt“ mit der Vergangenheit, ist die leichtere Option, für eine Veränderung. Wenn dies allerdings, aus zeitlichen oder finanziellen Gründen, aus emotionalen Abhängigkeiten oder fehlender Planung nicht möglich ist, fällt einem das Pendeln zwischen Gestern & Heute, besonders schwer. Ein bittersüßer,vorläufiger Abschied quasi, der Unsicherheit hinterlässt.

Ein Kind würde sich jetzt die Decke über den Kopf ziehen, sich verstecken, schreien, wütend auf den Boden stampfen. Ehrlich gesagt, hab ich das auch alles schon in Erwägung gezogen. Die erwachsene Version davon ist, verdrängen ! Einfach stundenlang Blogpost’s schreiben, den Kleiderschrank mal aussotieren, durch Zufall dann den Zug verpassen, sich einreden „Das wird schon, ich fahre einfach morgen. Nimm Dir noch einen Tag Auszeit“, Kaffee trinken mit Freunden, weitere Ausreden erfinden…

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Doch bringt mich das weiter? Wollte ich nicht einen Neubeginn, egal was es mich auch kostet? Wieso sitze ich dann hier und bin starr vor Angst, durchdenke alle Situationen, die auf mich zu kommen könnten und das, obwohl ich sonst schon viel Mut bewiesen habe. Was war denn damals, als ich meine Job gekündigt habe, weil er meine Gesundheit auf’s Spiel gesetzt hat, wo ich einem Menschen meine Gefühle gestanden habe, trotz Angst vor Verletzung oder der Moment, wo ich den neon- pinken Mantel, mit einem kanarienvogel-gelben Rock kombiniert habe? Hm?!

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Manchmal brauchen selbst die stärksten Menschen, einen Schulterklopfer, einen liebevollen Schups in die richtige Richtung. Manche von uns haben das Glück, dass Familie und Freunde Ihnen dabei behilflich sind. In den meisten Fällen, bestärkt dies aber nur unsere eigene Intution, da wir uns vorheren innerlich schon auf eine Lösung /ein Ziel oder einen Weg eingeschossen hatten. Quasi eine Rückversicherung, der eigenen Gedanken. Doch nicht jeder von uns, hat dieses Glück. Wenn wir also im Sturm die Ruhe finden, im Kleiderchaos das DM Einhorn Duschbad oder unsere innere Stimme die uns zu flüstert „Lauf einfach los“, dann sollten wir Ängste und Zweifel über Bord werfen und los maschieren, wie kleine Glückssoldaten.

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