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la douleur exquise

„Als er weg war, weinte ich eine Woche lang“, so beschreibt unser aller Lieblings-Mode & On/Off Beziehungsikone Carrie Bradshaw, in der ersten Staffel, dass Ende zu Ihrer Liebe mit Mr. Big.

Ich bin bei Tag 4. Die Tränen kommen nur noch selten, der bittersüße Geschmack des Abschiedes, liegt jedoch weiterhin in der Luft. Obwohl es meine Entscheidung war zu gehen (ähnlich wie bei Carrie), macht es die Situation nicht leichter. Eher noch unerträglicher. Manchmal ist eben Liebe nicht genug. Dieses #quoteoftheday, welches in meinem Instagram Feed auftauchte, kreiselt mir unaufhörlich im Kopf herum. Wieso ist denn Liebe eigentlich nicht mehr genug?

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Ich würde lügen, wenn ich nicht mindestens 4 x am Tag zum Handy greifen würde, um zu überlegen, ob ich Ihn anrufe. Die eigenen Grenzen wahren, die man sich mühsam erarbeitet hat. Garnicht so einfach. Mein Herz sagt ja und eigentlich kommt es doch nur darauf an? Laut Charlotte’s Definition, findet man nur zwei mal im Leben, die große Liebe. In meinem Fall bedeutet das, ich bin nun am Arsch! Aber sowas von.

Meine erste zarte Liebe, im Alter von 14 Jahren, begann wie im Film. Mädchen und Junge fahren, wie es der Zufall will, im gleichen Bus. Blickkontakt & ein schüchternes Lächeln, doch keiner macht den ersten Schritt. Eine Woche, 4 Busfahrten zu unterschiedlichen Tageszeiten und Orten, jedoch immer wieder mit dem selben Opfer der Begierde, führen schließlich zu einer verzweifelten Suche nach Rat, bei meiner damaligen besten Freundin. „Den kenn ich doch! Klar, warte ich weiß wie er heißt“. Nach einem ermutigenden Schluck Cranberry Saft, einer Anmeldung im legendären Knuddels Chat und einer PM später, begann meine On/Off Teenager Lovestory. Er wusste sofort wer ich war, ein paar Stunden später, hatten wir unser erstes Date. Es vergingen 4 Jahre, voller Date’s, Zuckerguss & zerplatzten Seifeblasen und erst als ich Ihn gehen ließ, wurde mir bewusst: das war Liebe. Inzwischen ist er gücklich verheiratet, hat nie erfahren, welche Bedeutung er wirklich für mein Leben hatte & und ich verstehe Ihn und seine Worte heutzutage besser denn je. Karma is a Bitch!

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Zwischen all den Date’s und Hoffnungsträgern der vergangenen Jahre, war selten etwas „Echtes“ dabei. Leere Versprechungen, dreiste Lügen und fehlende Puzzleteile auf der Suche nach Glück und Gefühl. Das Online Dating Mienenfeld (siehe hier) hatte mich mittlerweile so abgestumpft, dass ich jegliches Interesse daran verloren hatte, mich auf Verabredungen einzulassen. Allgemein war der Zeitpunkt gekommen, mich „Nur auf mich zu konzentrieren & mein Leben zu sotieren“ und wie es der Zufall will, fand ich am ungewöhnlichsten „Dating“Ort aller Zeiten einen Menschen, von dem ich sofort wusste, er würde etwas „Besonderes“ für meine Welt sein. Doch das Liebe sich in einen Hürdenlauf mit zwei Gipsbeinen verwandelt, wenn einer von beiden nicht bereit ist dafür, wurde mir erst später klar.

Wenn ein Mann einem verspricht, „Die Sterne vom Himmel zu holen“, das Schenken eines gefundenen Kieselsteines, mehr Bedeutung hat als ein Hope Diamant und eine schnöde Reiswaffel zum Genuss Erlebnis wird, dann sollte man doch eigentlich keine Bedenken mehr haben oder?!

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Nun hätte /würde / könnte / wollte : sind an dieser Stelle die kleinen Zusatzworte, auf die es ankommt. 6 Staffeln lang hat es gedauert, bis Mr. Big nach Paris gereist ist, um Carrie zu sagen, dass sie „Die Eine“ für ihn ist. Jahre voller Schmerz und Liebe, voller Versuche und Hoffnung. Wieso muss die Liebe immer so kompliziert sein? Wieso findet der Held, erst im 3. Akt zur Verunft? Wieso kann nicht endlich mal IRGENDWAS einfach sein im Leben? Nun weil es dann nichts Besonderes mehr wäre, spricht der Kopf und lässt mich das Handy, ganz schnell wieder beiseite legen.

Was an meiner Lovestory gefehlt hat? Das Mitgefühl, die Empathie. Wenn man sich bei einem Menschen zuhause fühlen möchte, dann benötigt man diese, um Vertrauen zu können. Was nützen einem Sterne, wenn der Himmel schon vorher über einem zusammen bricht? Meine momentane Hymne gegen das Verrücktwerden, stammt aus einem meiner Lieblingsfilme Cinderella „A dream is a wish your heart makes“. Zauberhafte Kostüme, zauberhafte Musik und ein weiser Rat „have courage & be kind“ . Vielleicht gibt es ja doch am Ende für jeden von uns ein eigenes „fairytale“, wenn man nur genug daran glaubt und es sich wünscht.

superthumb

2 Kommentare zu „la douleur exquise

  1. Der wahre Wert des Rings
    „Meister, ich bin gekommen, weil ich mich so wertlos fühle, das ich nichts mit mir anzufangen weiß. Man sagt, ich sei ein Nichtsnutz, ich mache immer alles falsch und sei ungeschickt dazu. Meister, wie kann ich ein besserer Mensch werden? Was kann ich tun, damit die Leute eine höhere Meinung von mir haben? Ohne ihn anzusehen, sagte der Meister: es tut mir Leid, mein Junge, aber ich kann dir nicht helfen, weil ich zuerst mein eigenes Problem lösen muss. Vielleicht danach… Er macht eine Pause und fügte hinzu: wenn du zuerst mir helfen würdest, könnte ich meine Sache schneller zu Ende bringen und mich im Anschluss eventuell deines Problemes annehmen.“ „S…sehr gerne Meister“, stotterte der Junge und spürte, wie er mal wieder alles zurückgesetzt und seine Bedürfnisse hinten angestellt wurden. „also gut“, fuhr der Meister fort. er zog einen kleinen Ring von seinem Finger gab ihn dem Jünger und sagte: „Nimm das Pferd, das draußen bereit steht, uns reite zum Markt. Ich muss diesen Ring verkaufen um eine Schuld zu begleichen. Du musst unbedingt den bestmöglichen Preis dafür erzielen, und verkaufe ihn auf keinen Fall für weniger als ein Goldstück. Geh und kehr so rasch wie möglich mit dem Goldstück zurück.“ Der Junge nahm den Ring und machte sich auf den Weg. Kaum auf dem Markt angekommen, pries er ihn den Händlern an, die ihn mit einigem Interesse betrachteten, bis der Junge den Preis nannte.
    Als er das Goldstück ins Spiel brachte, lachten einige, die anderen wandten sich gleich ab und nur ein einziger alter Mann war höflich genug ihm zu erklären, dass ein Goldstück viel zu wertvoll sei, um es gegen den Ring einzutauschen. Niedergeschlagen von seinem Misserfolg, steig er auf sein Pferd und kehrte zurück.
    Wie sehr wünschte er sich ein Goldstück zu besitzen um es dem Meister zu überreichen um ihn von seinen Sorgen zu befreien, damit er ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen konnte. Er betrat das Zimmer.
    „Meister“, sagte er,“es tut mir Leid. Das, worum ihr mich gebeten habt, kann ich unmöglich leisten. Vielleicht hätte ich zwei, drei Silberstücke dafür bekommen können, aber es ist mir nicht gelungen, jemanden über den wahren Wert des Rings hinweg zu täuschen.“
    „Was du sagst ist sehr richtig mein junger Freund“, antwortete der Meister mit einem Lächeln. „Wir müssen zuerst den wahren Wert des Rings in Erfahrung bringen. Steig auf dein Pferd und reite zum Schmuckhändler. Wer könnte den Wert des Rings besser einschätzen als er? Sag ihm, dass du den Ring verkaufen möchtest und frag ihn, wieviel er dir dafür gibt. Aber was auch immer er dir dafür bietet: Du verkaufst ihn nicht. Kehr mit dem Ring hierher zurück.“
    Und erneut machte sich der Junge auf den Weg. Der Schmuckhändler untersuchte den Ring im Licht einer Öllampe, besah ihn durch seine Lupe, wog ihn und sagte: „Mein Junge, richte deinem Meister aus, wenn er jetzt gleich verkaufen will, kann ich ihm nicht mehr als achtundfünfzig Goldstücke für den Ring geben.“
    „Achtundfünfzig Goldstücke?“ rief der Junge aus. „Ja“, antwortete der Schmuckhändler. „Ich weiß, dass man mit etwas Geduld sicher bis zu siebzig Goldstücke dafür bekommen kann, aber wenn es ein Notverkauf ist…“
    Aufgewühlt eilte der Junge ins Haus des Meisters zurück und erzählte ihm, was geschehen war. „Setz dich“, sagte der Meister, nachdem er ihm angehört hatte. „Du bist wie der Ring: ein Schmuckstück, kostbar und einzigartig. Und genau wie bei diesem Ring kann deinen wahren Wert nur ein Fachmann erkennen. Warum irrst du also durch das Leben und erwartest, dass jeder X- beliebige um deinen Wert weiß?“ Und noch während er das sagte, streifte er den Ring wieder über den kleinen Finger seiner linken Hand.
    Soviel zu dem was in dir wirken kann und aus dem jeder „Ring“ seine eigene Wahrheit zieht.
    Weißt du, Buddha sagt: „Wenn du dem Menschen begegnest für den du bestimmt bist, ist alles leicht. Kein Streit entzweit euch, kein Sturm hebt euch aus den Angeln.“ Auch wenn Medien und Telenovelas uns ein anderes Bild von Liebe vermitteln, kann ich dir aus meiner Erfahrung sagen, dass Buddhas These durchaus zutrifft. Auch ich habe, wie die meisten anderen Menschen, Beziehungen hinter mir, die zwar von Liebe geprägt waren aber auch von Komplikationen. Rückblickend betrachtet bin ich all diesen Menschen und den daraus resultierenden Erfahrungen dankbar, denn ohne sie hätte ich nicht wachsen können und wäre auch nie dem Menschen begegnet mit dem alles leicht ist und selbst der größte Sturm, sich wie eine warme Frühlingsbriese anfühlt. Also nein, Liebe muss nicht kompliziert sein, im Gegenteil. Wenn sie kompliziert ist, bietet sie dir dennoch ein großes Geschenk, das des Wachtums. Also erkenne zuerst deinen wahren Wert und du wirst einem Menschen begegnen, der ebenfalls deinen Wert zu erkennen und zu schätzen weiß.

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